Die Konstantinische Brücke
Die Römerbrücke
Die Römerbrücke in Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) war die erste Brücke über den Rhein
auf dem Gebiet des heutigen Kölns und der weiteren Umgebung.
Das Bauwerk wurde unter Kaiser Konstantin I. von der Legio XXII Primigenia errichtet, weswegen auch die Bezeichnung Konstantinbrücke oder Konstantinische Brücke geläufig ist.
Die Brücke verband ab 310 n. Chr. die linksrheinische römische Stadt mit dem neuen rechtsrheinischen Brückenkopfkastell Divitia (Castrum Divitia) im heutigen Deutz. Der mit dem Brückenbau und der Errichtung
des Brückenkopfes primär verfolgte Zweck war die Möglichkeit, schnell Truppen über den Rhein auf das rechtsrheinische Gebiet bringen zu können, aus dem Germanen das römische Territorium bedrohten.
Die Brücke verband die linksrheinische Stadt in der Nähe der heutigen Salzgasse mit dem rechtsrheinischen
Ufer etwa beim heutigen Lufthansahochhaus entsprechend der heutigen Deutzer Brücke.
Sie überspannte den Rhein mit dem römischen Hafen.
Die Brücke war auf neunzehn Strompfeilern aus Werkstein errichtet, zwischen denen Holzbinder
gespannt waren. Von den Strompfeilern konnten fünfzehn durch archäologische Pfahlfunde nachgewiesen
werden. Die Brücke überspannte den Rhein über eine Länge von 420 m und war 10 m breit.
Die archäologischen Funde sind im Römisch-Germanischen Museum zu sehen, wie auch eine dem
zu vermutenden Aussehen der Brücke entsprechende Rekonstruktion.
Ungeklärt ist, wann sie abgerissen wurde. Während einerseits angenommen wird, sie habe nur etwa
100 Jahre gestanden, wird andererseits berichtet, sie sei erst im 10. Jahrhundert abgerissen worden.