Die Präambel der Kölner Pioniere


Präambel

 

Die Kameradschaftliche Vereinigung "Kölner Pioniere e.V." blickt auf eine lange Tradition zurück.
Der Verein wird 1920 von Offizieren des 1. Westfälischen Pionier Bataillons Nr.7 gegründet (Zitat),
"zur Pflege der Überlieferungen aus der ruhmreichen, über hundertjährigen Vergangenheit unseres
lieben alten Bataillons und um alte Friedens- und Kriegskameradschaft auch unter den neuen
Verhältnissen wach zu halten".

 

Die Tradition des 1887 gegründeten "Pionier-Vereins Köln-Deutz und Umgebung" wird übernommen.
Zwischen den beiden Weltkriegen führen die in Köln aufgestellten Pionierbataillone 26 und 46 die
Tradition weiter. Während der Zeit des 2.Weltkrieges findet kein Vereinsleben statt. Nach dem Krieg finden sich rasch Pionier-Offiziere und Pionierunteroffiziere in Köln wieder zu Kameradschaften zusammen.

 

Beziehungen der wieder erstandenen Offizierkameradschaft des ehemaligen 1.Westfälischen
Pionierbataillons Nr.7 zur Bundeswehr und speziell zum schweren Pionierbataillon 719 (sPiBtl 719)
in Köln-Longerich bestehen seit dessen Aufstellung im Jahr 1957. In den folgenden Jahren vertiefen sie sich. Gemeinsam mit dem damaligen Kommandeur des sPiBtl 719, Major Gottfries Schütze kommt es zu
Überlegungen zur Übergabe der Traditionspflege an die Bundeswehr.

 

Bei der Jahresversammlung der Offizierskameradschaft des ehemaligen 1. Westfälischen Pionierbatallions
Nr.7 am 17.April 1964 wird das Offizierkorps des sPiBtl 719 feierlich in die Kameradschaft aufgenommen,
und damit in die Traditionsbewahrung eingebunden. Dem Waffenring Deutscher Pioniere, heute Bund Deutscher Pioniere, wird korporativ beigetreten. Der neue Name der Kameradschaft lautet:

 

Offizierkameradschaft 1. Westfälischen Pionierbataillons Nr.7
Pionierbataillon 26
schweres Pionierbataillon 719

 

Knapp 6 Jahre später, am 31.März 1970, übernimmt das leichte Pionierbataillon 15 (lePiBtl) welches durch
Umgliederung aus dem sPiBtl 719 hervorgeht, die Tradition der Kölner Pioniere. Neben der Gestaltung der
jährlichen Mitgliederversammlung und Gedenkfeier gehen auch das seit 1964 aufgebaute Archiv und die Sammlung von Traditionsgut, die Wehrgeschichtliche Sammlung (WGS), in die Obhut dieses Batallions über.
Die WGS ist in der Lüttichkaserne in Köln-Longerich untergebracht.

 

Am 21.März 1981 wird das lePiBtl 15 bei der Umgliederung der Bundeswehr zur Heeresstruktur 4 aufgelöst. Die Aufgabe der Pflege guter Kameradschaft und der bewahrung Kölner Pioniertradition obliegt damit wieder ungeteilt der Offizierkameradschaft.

 

Schon die Jahresversammlung der Offizierkameradschaft 1979 befasst sich eingehend mit der Frage um

die Weitere entwicklung der Kölner Pioniere. Bei dieser Versammlung wird Kamerad Schütze zum

1. Vorsitzenden gewählt. Die Hauptaufgabe des Vereins formuliert er wie folgt (Zitat):

"Der guten Kameradschaft und deren Pflege stets dienlich zu sein."

 

Um sich dem sich weiterentwickelnden und damit veränderten Verständnis vom Verhältnis der militärischen Ränge untereinander in der Bundeswehr nicht zu verschließen, kommt es 1984 zu einer wesentlichen Satzungsänderung. Die Mitgliedschaft ist nicht mehr nur auf Offiziere, Fähnriche sowie dem Offizier gleichgestellte Beamte und Angestellte begrenzt. Die Kameradschaft ist nun offen für Unteroffiziere und Mannschaften sowie Jeden, der sich den Kölner Pionieren verbunden fühlt und sich zur Bewahrung ihrer Tradition bekennt. Folgerichtig erhält mit dieser Satzungänderung die Kameradschaft den Namen:

 

"Kölner Pioniere e.V."

 

Dem Verein gehören heute vor allem Mitglieder aus Nachstehend aufgeführten Truppenteilen, Dienststellen und Ämtern in Köln und Umgebung an:

 

 - Schwere Pionierbataillone 719 (sPiBtl 719) mit ihren selbstständigen Einheiten
 - Leichtes Pionierbataillon
 - Abteilung / Inspektion der Pioniertruppen des Truppenamtes (TrA) / Heeresamtes (HA)
 - Abteilungen Pionierwesen im Kommando der Territorialen Verteidigung (KTV) und im
   Wehrbereichskommando III (WBK III)
 - Verteidigungsbezirkskommando 31 (VBK 31)
 - Stammdienststelle des Heeres (SDH) bzw. der Stammdienststelle der Bundeswehr (SDBw)

 

Die meisten dieser Truppenteile, Dienststellen und Ämter sind heute aufgelöst oder umgegliedert Spezifische Pionierformationen gibt es in Köln nicht mehr.

 

Ferner kommen Mitglieder aus den Kreis solcher Menschen die sich den Pionieren in Köln und ihrer Tradition verbunden fühlen.

 

Die WGS wird wegen grundlegender infrastruktureller Veränderungen in der Lüttichkaserne

zum 31. Dezember 2007 aufgelöst.

Ein großer Teil der WGS findet Aufnahme in die Wehrgeschichtliche Sammlung / Chronik der Lüttichkaserne.

 

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